Bauprojekt Hof Galerie:

Abbrucharbeiten für Hofer Zentralkauf vor dem Start - neue Verkehrsregelung beschlossen

Der Abbruch des alten und seit 2008 leerstehenden Zentralkauf-Gebäudes rückt immer näher. Nun beginnt die Ausschreibung der Abbrucharbeiten. Eine entsprechende Ausschreibungs-Bekanntmachung veröffentlichte die Stadt Hof nun in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, der neu gegründeten Firma „Hof – Galerie S.A“. Dahinter steht die Luxembourg Investment Group (LIG), welche am Standort des alten Zentralkaufes circa 35 Millionen Euro in den Bau eines neuen Einkaufszentrums investieren will. Gemäß der Ausschreibung soll der Abriss nun zwischen dem 12. Juni und dem 22. September 2017 stattfinden, dieser Zeitraum ist so in der Ausschreibung definiert. Damit bestätigen sich die Aussagen der Hofer Stadtverwaltung, welche die ersten Baumaßnahmen auf dem Areal zuvor immer auf das zweite Quartal 2017 datiert hatte.

Bevor der eigentliche Abrissbagger anrücken kann, kommt es zu umfangreichen Erdkabelverlegungsarbeiten rund um das Gelände. Diese Arbeiten sind notwendig, um das Gebäude abreißen zu können. Auch diese Kabelverlegungsarbeiten wurden nun bereits öffentlich ausgeschrieben.

Neben dem Abriss des Zentralkaufes sollen zudem für das Bauprojekt auch drei Häuser der Schillerstraße sowie einige rückseitige Gebäudeteile eines Hauses der Marienstraße der Abrissbirne zum Opfer fallen. Insgesamt gehen Investor und Stadt Hof damit von etwa 80.000 Kubikmetern an Bauschutt aus, der vom Gelände abtransportiert werden muss.

Dazu Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner:
„Bei dem anstehenden Großprojekt Hof Galerie handelt es sich um ein hochkomplexes Vorhaben, welches umfangreiche Vorarbeiten erfordert. Änderungen von Verkehrsführungen unter der Einbeziehung von Polizei und Feuerwehr, die Verlegung des Busbahnhofes während der Bauzeit, Kabelanschlüsse und -verlegungen und noch vieles mehr setzen eine gute Zusammenarbeit vieler Beteiligter voraus. Nachdem glücklicherweise alle an einem Strang ziehen, können wir plangemäß mit dem Abriss des Gebäudes beginnen. Ein kurzer Hinweis an die Hoferinnen und Hofer: Der offizielle Maßnahmenbeginn liegt gemäß Ausschreibung mit dem 12. Juni direkt auf unserem Hofer Schlappentag. Es muss sich aber niemand Sorgen machen, dass es dann bereits zu Einschränkungen und Behinderungen kommt oder dass gar der Schlappentagsumzug nicht passieren könnte. Die ersten Tage des Abrisszeitraums werden allein für die Räumung des Gebäudes und die Demontage bestimmter Bauteile verwendet. Dennoch können wir am Schlappentag 2017 gemeinsam feiern, dass es am alten Zentralkauf endlich zur Sache geht!“

Beim Abriss handelt es sich um eine städtische Maßnahme, die durch den Investor ausgeführt wird. Bereits im Jahr 2010 wurde eine entsprechende Verschönerung des Areals im Rahmenplan „Stadtteilkonzept Kernstadt“ ins Auge gefasst. Sie soll nun umgesetzt werden. Als Eröffnungstermin für die Angebote zur Ausschreibung ist der 23. Mai 2017 genannt. Zur Angebotseröffnung im Hofer Stadtbauamt sind nur Bieter und ihre Bevollmächtigten zugelassen. Die Vergabe der Arbeiten durch den Investor soll danach sehr zeitnah erfolgen. Der Abbruch des Zentralkaufs soll aus Mitteln des Programmes „Förderoffensive Bayern“ durch den Freistaat mit 90% unterstützt werden. Der Baubeginn für die Hof Galerie ist im Anschluss der Abrissmaßnahmen vorgesehen. Der Neubau der Hof Galerie soll bis Ende 2018/Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Projekt Hof Galerie finden Sie hier.

Verkehrsregelungen während der Abriss- und Neubauzeit

Der neue Busbahnhof soll in der Friedrichstraße eingerichtet werden.

Mit Beginn der Bauarbeiten zum Abbruch des ehemaligen Zentralkaufes und Neuerrichtung der Hof Galerie in der Zeit zwischen Juni 2017 und ca. März 2019 muss sowohl der Individualverkehr als auch der öffentliche Personennahverkehr und der Baustellenverkehr weiträumig um die Großbaustelle neu geordnet werden.

Folgende Ziele werden mit der geplanten Verkehrsregelung verfolgt:

1. Aus Sicherheitsgründen müssen die Haltestellen räumlich von der Baustelle getrennt werden.

2. Die Haltestellen dürfen im gesamten Zeitraum nur einmal vom bestehenden Standort verlegt werden, um die Erschwernisse für die HofBus Kunden zu mindern.

3. Für den Individualverkehr muss eine durchgängige West-Ost-Verbindung, zwischen Marienstraße und Fabrikzeile, weiterhin gewährleistet sein.

4. Für Hausbesitzer, Geschäfte und Bewohner müssen individuelle Lösungen gefunden werden.

Verkehrsregelung:

ÖPNV

Die Haltestellen für den ÖPNV (Interimsbusbahnhof) sollen in der Luitpoldstraße, zwischen Marienstraße und Sonnenplatz, eingerichtet werden. Entsprechend dem vorliegenden Konzept der HofBus GmbH sollen maximal 10 Haltestellen eingerichtet werden. Nur an diesem Standort können Fahrplanänderungen vermieden werden.

Der bisherige Busbahnhof am Zentralkauf wurde bisher sowohl von der HofBus GmbH für den innerstädtischen Buslinienverkehr als auch von allen überregionalen Busunternehmen angefahren.

Aus Gesprächen mit den Regionalbusunternehmen wurde deutlich, dass eine Mitbenutzung des Interimsbusbahnhofes in der Luitpoldstraße dessen Leistungsfähigkeit völlig überfordern würde. Um den Regionalbus-Verkehr nicht innenstadtfern am Bahnhof abwickeln zu müssen, sollen diese Haltestellen gesammelt in der oberen Sophienstraße, zwischen der Bergstraße und der Theresienstraße, angeordnet werden.

Nachdem die HofBus GmbH dort ebenfalls in jeder Richtung eine Bushaltestelle unterhält, ist bei individuellem Bedarf ein zeitnaher Weitertransport der Fahrgäste in Richtung Luitpoldstraße gewährleistet. Andererseits können die Regionalbusse über die Friedrichstraße und Marienstraße die Innenstadt ungehindert in alle Richtungen verlassen.

Individualverkehr

Die beiden geänderten Standorte für den Busverkehr erfordern aus Gründen der Verkehrssicherheit eine weitgehende Verlegung des Individualverkehrs. Daher wird die Luitpoldstraße für jeden Individualdurchgangsverkehr gesperrt. Lieferanten und Stellplatzinhabern wird die Zufahrt zu verkehrsarmen Zeiten ermöglicht werden.

Aus Gründen der Schulwegsicherheit muss auch der Abschnitt der Sophienstraße für den Individualverkehr gesperrt und mit zwei mobilen Fußgängerquerungshilfen ausgestattet werden.

Für den Individualverkehr wird anstatt der Führung über die Luitpoldstraße und Bismarckstraße, die Friedrichstraße, zwischen Marienstraße und Strauß-Kreuzung, für den Verkehr in beide Richtungen freigegeben. Die dortige Grüninsel wird entfernt. Der Anliegerverkehr in der Bismarckstraße ist weiterhin möglich.

An den Ampelanlagen der Strauß-Kreuzung und der Kreuzung Marienstraße/Friedrichstraße sind dazu umfangreiche Änderungen an den Ampelschaltungen erforderlich; die Kreuzung Marienstraße/Schillerstraße erhält bereits mit Beginn der Abbrucharbeiten eine Lichtsignalanlage. Die Ampelanlagen an der Strauß-Kreuzung sowie an der Kreuzung Königstraße/Pfarr (mit Fußgängerampel Lorenzsteig) soll von der Feuerwehr im Brandfall östlich der Bismarckstraße per Handsender vom Fahrzeug aus bevorrechtigt geschaltet werden.

Baustellenverkehr

Die Einbahnstraße in der Schillerstraße aus Richtung Bismarckstraße wird bis zur künftigen Baustellenzufahrt verkürzt, so dass der Baustellenverkehr über die Marienstraße zufahren und abfließen kann, hier jedoch nur in Richtung Q-Bogen bzw. Konrad-Adenauer-Platz

Parkregelungen

Bedingt durch die aufgeführten verkehrsregelnden Maßnahmen, fallen die gebührenpflichtigen und gebührenfreien Parkplätze in den folgenden Straßenzügen weg:

- Schillerstraße beidseitig, zwischen Marienstraße und Baustellenzufahrt (gebührenpflichtig)

- Friedrichstraße Südseite, zwischen Marienstraße und Strauß-Kreuzung (gebührenpflichtig, Anwohner Westend frei)

- Sophienstraße Westseite, zwischen Theresienstraße und Bergstraße (gebührenfrei).

Für den Bereich der Sophienstraße kann den Bewohnern als Ersatz die Erteilung kostenloser Bewohnerparkkarten für die Bauzeit im Bewohnerbereich B 1 in Aussicht gestellt werden.


Grafik: Mit freundlicher Genehmigung der Frankenpost

Download PDF-Dokument Verkehrsregelung rund um den Zentralkauf (2,7 MB)

Download PDF-Dokument Verkehrsregelung rund um den Wittelsbacher Park (2,7 MB)

Katastergrundkarte ©Bayerische Vermessungsverwaltung 2017

Beschluss des Bauauschusses der Stadt Hof vom 23.05.2017:

Der Interimsbusbahnhof wird unter Zugrundelegung des Konzeptes der HofBus GmbH mit Beginn der Abbruch- und Bauphase Zentralkauf/HofGalerie in die Luitpoldstraße, zwischen Marienstraße und Sonnenplatz, verlegt. Dieser Bereich wird für den Individualverkehr gesperrt.

2. Die Haltestellen der Regionalbuslinien werden in der oberen Sophienstraße, zwischen Bergstraße und Theresienstraße, konzentriert. Dieser Bereich wird ebenfalls für den Individualverkehr gesperrt. Die zeitnahe Verbindung zum Interimsbusbahnhof Luitpoldstraße wird von HofBus GmbH gewährleistet.

3. Die Friedrichstraße wird für den gegenläufigen Individualverkehr freigegeben. An den Ampelanlagen Strauß-Kreuzung und Marienstraße/Friedrichstraße sind die Schaltungen entsprechend unter Berücksichtigung der Belange der Feuerwehr zu ändern. An der Kreuzung Marienstraße/Schillerstraße ist mit Abbruchbeginn zunächst eine provisorische, später eine dauerhafte Ampelanlage zu installieren.

4. Bei Bedarf können weitergehende notwendige verkehrsrechtliche Maßnahmen im Umfeld der Abbruch- und Neubaumaßnahme auf dem Verwaltungsweg umgesetzt werden. 

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