Bayerns Gestein des Jahres 2017:

Diabas-Steinbruch im Hofer Bürgerpark Theresienstein

Bayerns Repräsentant für das Gestein des Jahres 2017 ist der ehemalige Diabas-Steinbruch im Hofer Bürgerpark Theresienstein. Dies gab der Vize-Präsident des Landesamts für Umwelt, Dr. Richard Fackler, heute bei der offiziellen Prämierung bekannt. „Hier am Theresienstein wird durch die Anlage eines Klettergartens und Katzenaugen-Spielplatzes eine fast vergessene Bergbaugeschichte wieder lebendig gemacht. Denn in dem unscheinbaren Diabas-Steinbruch wurden vor 200 Jahren in Europa einzigartige Katzenaugen-Schmucksteine entdeckt.“ Am Theresienstein engagiert sich die Stadt gemeinsam mit dem Förderverein Botanischer Garten und Theresienstein, dem Verschönerungsverein Hof und der Hofer Sektion des Deutschen Alpenvereins.

Im 19. Jahrhundert war der Hofer Diabas als Baustein sehr begehrt. Wegen seiner Härte wurde er zum Bau der Straßen und Häuser in der Region verwendet. Seine Einzigartigkeit erhielt er jedoch durch den Fund von Quarz-Katzenaugen. In Rissen im Diabas lagerte sich vor 300 Millionen Jahren eine ganz besondere Spielart von Quarz ab, welche wie Katzenaugen grünlich schimmert. Durch einen besonderen, so genannten Cabochon-Schliff wird diese Quarz-Varietät zu Schmuckstein veredelt. Außer in Hof wurde Katzenaugen-Quarz nirgendwo sonst in Europa entdeckt.

Die 400 bis 450 Millionen Jahre alten Diabasgesteine aus den fränkischen Steinbrüchen werden vielfältig eingesetzt. Als Urgesteinsmehl werden sie zur natürlichen Bodenverbesserung in der Landwirtschaft verwendet; als Zuschlagstoffe für Asphaltdecken sind sie im Straßenbau unverzichtbar und wegen ihrer Härte und Eckigkeit eignen sie sich sogar als Gleisschotter für die Hochgeschwindigkeitsstrecken der Deutschen Bahn.

Auch Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner freute sich über die Auszeichnung: „Mit der Ernennung zum Gestein des Jahres haben wir zum einen ein wunderbares Alleinstellungsmerkmal. Zum anderen freut es mich, dass ein weiterer, beeindruckender Teil des Theresiensteins erschlossen und auch für sportliche Aktivitäten nutzbar gemacht wurde.“

Die so genannten Katzenaugensteine dürften auch heute noch zu Schmuckstücken verarbeitet in Hof zu finden sein. Wer möglicherweise ein Erbstück mit dem markant grün schimmernden Schein besitzt, darf sich gerne an das Museum Bayerisches Vogtland wenden, um sein Schmuckstück als Leihgabe dort ausstellen zu lassen.

Weitere Informationen zum „Gestein des Jahres“ finden sich unter

http://www.lfu.bayern.de/geologie/gestein_des_jahres/index.htm.


(v.l.): Peter Hetz (Vorsitzender Verschönerungsverein-Verein der Freunde Hofs), Martina Tögel (Vorsitzende Förderverein Botanischer Garten und Theresienstein Hof), Dr. Richard Fackler (Vizepräsident Landesamt für Umwelt), Klaus Welzel (2. Vorsitzender DAV Sektion Hof), Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner

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