Hofer Stadtführungen 2010
Das Angebot der Gästeführer für die neue Saison
Jeden
Samstag - von April bis Oktober - ist um 10 Uhr Treffpunkt an der
Tourist-Information Hof, Ludwigstraße 24.
Unkostenbeitrag 3 Euro
Die Hofer Stadtführer laden in den kommenden Monaten wieder zur historischen Samstagsführung.
Ein informativer Stadtspaziergang gibt Besuchern wie Einheimischen Einblick in Geschichte und Geschichten verschiedener vergangener Epochen, berührt aber auch die Gegenwart der Stadt an der Saale. Ein Mosaik aus vielen bunten Bildern wird zusammengesetzt und man erhält dabei viele wertvolle Tipps für den Aufenthalt in Hof.
Beim Rundgang begegnet der Gast natürlich dem Hofer Wärschtlamo und kann den Rathausturm ersteigen. Einzelpersonen, Familien und kleinere Gruppen sind dazu ohne Voranmeldung ganz herzlich eingeladen. Die erste dieser Führungen findet am Ostersamstag, 3. April 2010, um 10.00 Uhr statt.
An den Sonntagen 13. Juni, 25. Juli, 22. August
und 19.
September
Für den Theresiensteinführungen ist der Treffpunkt um 14 Uhr am Haus Theresienstein.
Unkostenbeitrag 3 Euro
Das Angebot bereichern an ausgewählten Sommer- und Herbstsonntagen die Führungen „Romantischer Stein“.
Im Jahr 1819 begannen wohlhabende Bürger von Hof - hauptsächlich Textilindustrielle - ein bis dahin kahles Gelände an einer Felserhebung, dem Fröhlichenstein, zu bepflanzen und als Parkanlage gestalten zu lassen. Ab August 1836 wurde die Parkanlage zu Ehren von Königin Therese von Bayern "Theresienstein" genannt. 1994 fand die Bayerische Landesgartenschau in Hof statt, was die Stadt zum Anlass nahm, den Park wieder auf seinen ursprünglichen Stil hin zu gestalten, historische Elemente neu aufleben zu lassen, aber auch behutsam umzubauen. Die im Lauf der Zeit verschwundenen Sichtachsen wurden bei der Restaurierung des Parks wieder geöffnet, verschüttete Bachläufe und Teiche wieder frei gelegt. Mittlerweile ist der klassische Landschaftsgarten, der im Lauf der Zeit immer wieder erweitert und umgestaltet wurde, ein Glanzpunkt für die Stadt. Er wurde 2003 zum schönsten deutschen Park gewählt.
Die
ehemalige Stadtbefestigung und die Belagerung von 1553
An den Samstagen 8. Mai, 5. Juni, 3. Juli, 7. August, 4. September und 2. Oktober.
Für diese Tour ist der Treffpunkt um 14 Uhr am Museum Bayerisches Vogtland.
Unkostenbeitrag: 3 Euro
Eine spannende Geschichte! Wie war denn das eigentlich mit der Belagerung der Stadt Hof im Jahre 1553? Wie hat man damals gekämpft oder welche Waffen wurden eingesetzt? Und nach welchen Strategien hat man sich gerichtet?
Diese aufregende Stadtführung entführt in die fantastischen Welten des 16. Jahrhunderts.
Bei der ‚Tour de Fantaisie’ startet man am Museum Bayerisches Vogtland, das
früher ein Teilgebäude des Hofer Hospitals war. Dort wird die Fantasie durch die
Betrachtung eines Stadtmodells unterstützt, das die Befestigung der Stadt
um das Jahr 1553 zeigt. In diesem für Hof so schicksalhaften Jahr fand eine
siebenwöchige Belagerung statt, die mit der Kapitulation endete.
Weiter führt
die Tour bis an den Rand der Vorstadt. Dann folgt man dem ehemaligen
Befestigungsring entgegen dem Uhrzeigersinn. Auf diesem ca. 3 km langen Weg mit
einigen leichten Steigungen macht man immer wieder Halt an früher bedeutsamen
Stellen und erfährt einerseits mehr über den Zweck und die Wirksamkeit der
Befestigungsmaßnahmen, andererseits aber auch viele Geschichten über die
Hintergründe und den Verlauf der Belagerung von 1553.
Übrigens: die Geschichten beruhen auf einem Augenzeugenbericht eines gelehrten Hofers, nämlich des Gymnasialdirektors Jacob Schlemmer.
An
den Samstagen 26. Juni, 28. August, 9. Oktober
Hierfür ist der Treffpunkt um 14.00 Uhr, ebenfalls an der Tourist-Information Hof.
Unkostenbeitrag 3 Euro
Im Rahmen dieses Angebots werden auch drei literarische Stadtführungen auf dem Programm stehen. Auf den Spuren des romantischen Dichters Jean Paul begibt man sich durch die Hofer Altstadt. Der junge Schriftsteller durchlebte hier harte Zeiten und litt große Not. Und doch erinnerte er sich später, dass er „nie holdere elysischere Tage hatte (obwohl nur in meiner Brust und unter dem blauen Himmel) damals.“
Am Sonntag, 30. Mai um 14 Uhr ab St. Michaelis
Unkostenbeitrag 3 Euro
Am 25. Januar 1430 wurde die Stadt Hof ohne nennenswerten Widerstand von den Hussiten gestürmt und vollkommen verwüstet.
Aus diesem Anlass laden am Sonntag vor dem Schlappentag (07. Juni, Sonntag nach dem Pfingstsonntag) die Hofer Stadtführer zu einer ganz besonders Führung ein:
In historischen Kostümen schildern der rohe und aufschneiderische Hussit Herbert und die fromme Hofer Bürgerin Elisabeth wie sie den Überfall erlebt haben – jeder aus seiner Sicht.
Klar, dass es da verschiedene Sichtweisen gibt: Brüstet sich doch Herbert mit der Zerstörung und Schändung des Klosters, während Elisabeth diesen liederlichen Menschen am liebsten im Fegefeuer sähe. Gut, dass es da einen musikalischen Begleiter in Form eines Dudelsackspielers gibt , der mit seinen mittelalterlichen Weisen die Wogen des Streitgespräches glättet.
Er begleitet die Führung auf dem gesamten Weg und besänftigt immer wieder die aufgebrachten Gemüter – zeigt doch der Hussit Herbert keinerlei Reue und prahlt sogar noch mit den in Hof begangenen Schandtaten.
Nebenbei erfährt man viel über die Geschichte der Hussiten und wie der Hofer Schlappentag entstanden ist.
Glanzpunkt bei der diesjährigen Führung sind wieder die Choräle in der St. Michaeliskirche: „Herr, erbarme dich. Christus erbarme dich.“ Die vier Sänger in der Hofer St. Micheliskirche wissen um die Gefahr eines hussitischen Überfalls und flehen um Schonung. Mit ihren Gesängen wollen sie Gottes Hilfe in dieser großen Gefahr erbitten. Zum Einsatz kommen dabei auch die Bibelorgel, eine tragbare Kleinorgel aus dem Privatbesitz des Hofer Stadt- und Dekanatskantors Georg Stanek, sowie eine Barock-Violine.
An
den Freitagen 5. März, 7. Mai, 4. Juni, 2. Juli, 6. August, 3. September,
1. Oktober, 5. November und 3. Dezember um 20 Uhr ab St. Michaelis
Unkostenbeitrag 3 Euro
„Hört Ihr Leute, lasst Euch sagen…..“
Am Abend mit einem echten Nachtwächter in Hof – das ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden! Gerne lässt man sich da in die Vergangenheit vor dem großen Hofer Stadtbrand im Jahr 1823 entführen und lauscht den Geschichten des Hofer Nachtwächters.
Immer, wenn die Turmuhr zur vollen Stunde schlug, gaben die Nachtwächter mit ihrem Horn Signal und riefen dann die Stunden aus – zu jeder Stunde sangen sie ein anderes Lied. Der Bürger konnte sich beruhigt auf die andere Seite drehen, wusste er doch, der Nachtwächter hat ein Auge auf alle Gefahren.
Das Stundenlied war aber nicht die einzige Aufgabe des Nachtwächters: Wenn er bei seinem Rundgang Gesindel oder Diebe entdeckte, musste er diese der Büttelei im Rathaus melden. Darüber hinaus diente er als Vermittler zwischen dem Türmer von St. Michaelis, der von seiner hohen Warte aus Brände oder andere Gefahren als erster entdeckte, und der Büttelei oder den Zünften, die damals für das Löschen von Bränden zuständig waren.
Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehörte auch das Anzünden der Pechpfannen, mit denen damals die Stadt Hof beleuchtet wurde.
Und nur, wenn alles in Ordnung war, durfte er diese um Mitternacht löschen und
weiter seine Runden drehen - zur Sicherheit der Hofer Bürger.
Der Hofer Nachtwächter erzählt von seinen Aufgaben, von den Vorkommnissen und Besonderheiten seiner Tätigkeit in Hof.
An den Dienstagen 5. Januar, 2. Februar, 2. März, 6. April, 4. Mai, 1. Juni, 6. Juli,
3. August, 7. September, 5. Oktober, 2. November und 7. Dezember
Immer um 15 Uhr ab Rathausbrunnen
Unkostenbeitrag 1,50 Euro pro Kind
Geschichte ist spannend! Jedenfalls bei den Kinderstadtführung durch Hof, wenn Kinder von 7 - 12 Jahren den Geschichten vom Entstehen und Wachsen einer Stadt lauschen können: von der geheimnisvollen Gründung Hofs, dem Einfall der Hussiten, was es mit den beiden Klöstern auf sich hatte, dem schlimmen Stadtbrand und vielem mehr.
Treffpunkt zur rund einstündigen Führung mit dem Hofer Stadtführer Hans Seidel ist der Rathausbrunnen.
Zusätzlich zu den Führungen ohne Anmeldung besteht für Reisegruppen, Vereine, Firmen, Schulklassen usw. ganzjährig die Möglichkeit, einen ausgebildeten Stadtführer zu buchen.
Die Gästeführer richten sich dabei thematisch und terminlich ganz nach den jeweiligen Wünschen. Das Repertoire umfasst Stadtrundfahrten, Stadtrundgänge, kombinierte Rundfahrten und Rundgänge, Theresiensteinführungen, Sagenführungen und weitere Führungen zu historischen Themen. Hinzu kommen Spezialangebote wie das „Hofer Bierkennerdiplom“.
Die Dauer beträgt jeweils etwa 2 Stunden, die Führungen kosten ab 40 Euro.
Häufig nützen auch die regionalen Gastgeber - seien es Hoteliers oder Privatvermieter - das Angebot an Stadtführungen für Ihre Gäste, ist es doch eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Stadt näher kennen zu lernen.
Neben diesen bekannten und bewährten Besichtigungen bieten sich weitere originelle Möglichkeiten an. Wie wäre es einmal mit einem Gutschein für eine Stadtführung? Oder der Buchung eines Stadtführers für Ihre Feierlichkeit oder Ihren Betriebsausflug? Es gab auch schon Führungen durch den Theresienstein für ganze Hochzeitsgesellschaften während der traditionellen Brautentführung.
Für Bestellung oder Anfragen steht die Tourist-Information der Stadt Hof, Ludwigstraße 24, 95028 Hof, Telefon 09281/815-666, Telefax 09281/815-669, gerne auch per Mail an touristinfo@stadt-hof.de, bereit. Auch kurzfristige Buchungen werden gerne entgegengenommen.




