Umzug der Evangelischen Schule Hof

Erklärung der Stadt Hof

Die Stadt Hof, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner sowie der für Schulen zuständige Bürgermeister Eberhard Siller verstehen sehr gut die Sorge der Eltern, wonach die Schülerinnen und Schüler der evangelischen Grundschule mit einem Umzug aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen würden. Ebenso verstehen wir, dass sich niemand über einen deutlich verlängerten Schulweg freut, zumal dieser über das Jahr gesehen erhebliche Mehrkosten für die Eltern verursacht. Auch aus Sicht der Stadt ist der Wegzug nach Naila ein Verlust für den Schulstandort Hof, da die Schule die lokale Bildungslandschaft ohne Zweifel bereichert hatte. Energisch widerspricht die Stadtverwaltung aber dem Eindruck, die Stadt hätte die Evangelische Schule nicht in ihrem Bemühen nach einem größeren Schulhaus unterstützt.

Die Stadtverwaltung ist mit der privaten Evangelischen Grundschule seit 2009 bezüglich der Schaffung ausreichender Räumlichkeiten im Gespräch und hatte dabei immer wieder Gespräche angeboten und Vorschläge gemacht. Bürgermeister Eberhard Siller: „Die Stadt Hof hat die Schule von Anfang an nach Kräften unterstützt und sogar schon vor einigen Jahren die Bauleitplanung am Unterkotzauer Weg verändert, um dort einen Neubau zu ermöglichen. Leider scheiterte dies dann, weil man hohe Mehrkosten durch die Beseitigung von Altlasten befürchten musste.“

Tatsache ist nun, dass der zuletzt von der Schule favorisierte Standort aus zwingenden baurechtlichen Gründen, die auch von der Aufsichtsbehörde, der Regierung von Oberfranken so gesehen werden, nicht für Schulzwecke geeignet ist. Fakt ist auch, dass Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner dem Trägerverein der Schule noch mit Schreiben vom 13. Februar 2017 ein anderes Gebäude in der Hochstraße 3 (ehem. HWK-Gebäude) für eine Nutzung als Schulgebäude vorgeschlagen hatte. Dieser Vorschlag erfolgte, obwohl der Trägerverein zuvor - wie schriftlich geäußert - keine Notwendigkeit für weitere Angebote seitens der Stadt mehr sah. Leider hat sich auch das leerstehende Gebäude in der Hochstraße in der Zwischenzeit nach Aussagen von Andre Adams, 1. Vorsitzender des Evangelischen Schulvereins Hof e.V., als zu klein erwiesen und kommt nicht in Betracht – dies gilt offenbar, obwohl hinsichtlich der Statik wohl auch eine Aufstockung um zwei Etagen möglich gewesen wäre. Wir bedauern dies, da in unmittelbarer Nähe sowohl ÖPNV-Anschluss als auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung gestanden hätten.

Hierzu Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner: „Noch vor einigen Jahren bestand anhand der Bevölkerungsprognosen Anlass zur Vermutung, dass aufgrund niedriger Geburtenzahlen irgendwann Schulen geschlossen oder zusammengelegt werden müssten und sich somit quasi automatisch geeignete Gebäude für die expandierende Evangelische Grundschule finden lassen würden. Heute haben wir durch steigende Geburtenquoten, Zuwanderung und die Flüchtlingskrise die Situation, dass die Schulen ausgelastet sind und wir sogar neue Kindertagesstätten bauen müssen. So sehr uns der Wegzug der Evangelischen Schule nach Naila ärgert, so müssen wir einfach feststellen, dass es im Stadtgebiet derzeit leider keine geeigneten Räumlichkeiten für die Bildungseinrichtung gibt. Aus Sicht der Schule ist ein Umzug in die seit 2006 leerstehende Berufsschule nach Naila die derzeit wohl beste Alternative. Sollte sich die Situation ändern, so ist die Evangelische Grundschule natürlich jederzeit wieder herzlich willkommen in der Stadt Hof.“

Auch wenn es in der derzeitigen Situation keine geeigneten Immobilien für die Schule in der Stadt Hof gibt, so räumt Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner dennoch Verzögerungen im ansonsten formal korrekten Prüfungsprozess ein, welche auch im durch die Schule verbreiteten Elternbrief thematisiert werden: „Ich bedaure zutiefst, dass während unserer Gespräche mit dem Trägerverein zunächst sehr viel Hoffnung hinsichtlich der Machbarkeit eines Standortes im Gewerbegebiet geweckt wurden. Dies hat auf Seiten der Schule für viel vergebene Vorarbeit und Aufwand sowie im Endergebnis zu einer Verzögerung der Standortsuche geführt. Diese Kritik der Elternschaft ist absolut berechtigt. Der Ablauf tut mir persönlich gegenüber allen Beteiligten sehr leid. Ich habe intern in der Stadtverwaltung mittlerweile die nötigen Maßnahmen eingeleitet, um derartige Prüfprozesse in Zukunft deutlich zu beschleunigen und derartige Frustrationen auf Bürgerseite bestmöglich zu vermeiden.“

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