Die Hospitalkirche
Der äußere Eindruck täuscht sehr: wenn man vor der
Hospitalkirche vor dem Unteren Tor steht, gewinnt man den
Eindruck, es handle sich um ein kleines, in gotischem Stil erbautes Kirchlein.
Schlichtheit im Äußeren, aber dafür eine geradezu verblüffende, reiche
künstlerische Barockausstattung im Innern.
Ein wahres Schmuckstück! Über hundert Bilder aus dem Alten und Neuen
Testament schmücken die hölzernere Kassettendecke und die auf Holzstützen
ruhende obere Empore. Die Bilder wurden von dem Hofer Maler Heinrich Adreas Lohe
nach Motiven der Bilder-Bibel von Merian und Osiander 1688/89 gemalt.
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Der Hauptteil, der Altarschrein, enthält 3 Figuren: Maria mit dem
Christuskind in der Mitte, die heilige Katharina links und wahrscheinlich die
Heilige Barabara rechts, vom Betrachter aus gesehen. Der rechte Altarflügel
enthält eine Darstellung der Geburt Christi und die Anbetung der Heiligen Drei
Könige. Die Kirche fügt sich glänzend in das Gesamtbild des alten Hospitals ein,
von denen noch das Keller-, das Pfründerhaus, die Konventstube sowie das
Beamtenhaus auf der Nordseite des Hofes erhalten sind.
 Die Kassettendecke der Hospitalkirche |
Der Name Hospitalkirche ist manchen Hofern nicht geläufig - sie kennen sie
nur als "Siemakerng". Der Grund dafür: Im Sommerhalbjahr mussten früher die
Besucher des sonntäglichen Hauptgottesdienstes früh aus ihren Federn schlüpfen,
denn dieser begann bereits um 7 Uhr. Nun findet der Gottesdienst ganzjährig
jeweils um 19 Uhr statt.