Hofer Allerlei

In verschlüsselter Weise berichtet schon der oberfränkische Dichter Jean Paul über den Hofer Gewürzhandel:

Hofer Allerlei

"Unser Sumatra ist über ¼ Quadratviertelstunde groß und hat hauptsächlich Pfeffer – die Insel Java ist noch größer, aber noch nicht fertig – auf Banda, das dreimal so groß als der Konzertsaal ist, liefert die Natur Muskatnüsse, auf Amboina Gewürznelken –..."

In seinem Roman ‚Die unsichtbare Loge’ (1793) schildert er Inseln in der Saale – er nennt sie die  „Gewürzinseln“ – auf denen die Lagerhäuser des Hofer Händlers und Bürgermeisters Franz August Köhler große Mengen von Gewürzen, Kaffee, Öle, Tabak und mehr  beherbergten. Ein Fahrweg führte durch stattliche Baumreihen zu den Gewürzhäusern, auf ihm rollten die von Amsterdam eintreffenden Kaufherrenwagen mit den Waren heran.

Wann – und vor allem wer - aus den verschiedenen einzelnen Aromen das Bouquet des ‚Hofer Allerlei’ komponierte ist unbekannt.

In Hof wird es seit jeher für die verschiedenen Sonntagsbraten verwendet. Es findet aber auch bei Fischgerichten im Sud Verwendung und ist unverzichtbarer Bestandteil der Sauren Zipfel.

Seinen Siegeszug trat die dezente aber charakteristische Gewürzmischung Anfang des 20. Jahrhunderts an.

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