Die Geschichte der Fliegerei in Hof

Wer wird denn gleich in die Luft gehen...

Geschichte der Fliegerei
Auf die Frage, wann Hof an das Linienflugnetz angeschlossen wurde, wird kaum jemand den 2. Mai 1927 als richtige Antwort erachten, jedoch bestand in Hof bereits frühzeitig eine große Begeisterung für die Fliegerei. Bereits im November 1919 sprach sich der Stadtrat für den Bau eines Flugplatzes aus. Realisiert werden konnte dieses Vorhaben erst, nachdem verschiedene flugbegeisterte Hofer den "Verein für flugtechnische Neukonstruktion" gründeten und schwierige Verhandlungen zum Grunderwerb abgeschlossen werden konnten: Auf gepachteten Grundstücken der Hospitalstiftung wurde 1925 an der Hohen Saas ein Flugplatz eröffnet. Neben einer Start- und Landebahnen war ein Flugzeughangar angelegt. Die Luftaufsicht war in einer Gaststätte untergebracht, Tische und Bänke in der Umgebung luden zum Verweilen während der öfters veranstalteten Flugtage ein.
Geschichte der Fliegerei
Zwei Jahre später erfolgte dann der Anschluß an das deutsche Linienflugnetz. Man konnte ab 7.30 Uhr morgens ab Fürth über Bayreuth, Hof, Plauen und Zwickau nach Leipzig fliegen, nachmittags wieder zurück. Dabei betrug der Preis für die Strecke Hof-Bayreuth 8,50 Reichsmark, ab Hof nach Leipzig waren 16 RM zu entrichten. Im Preis enthalten war auch ein Zubringerdienst vom Reisebüro in der Ludwigstraße mit dem Auto zum Flugplatz. Die Hofer waren stolz darauf, daß täglich etwa drei Flugreisende vom Angebot Gebrauch machten. Dies war allerdings nur bei schönem Wetter möglich, da der Hofer Flugplatz bei Nebel und Glatteis nicht angeflogen werden konnte. Bereits 1933 wurde der Flugdienst allerdings wieder eingestellt, da solche Kurzstrecken flugtechnisch überholt waren, zumal auch die Konkurrenz des Autos langsam aufkam und bald ähnliche Reisezeiten zuließ.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde der Flugplatz vom amerikanischen Militär beschlagnahmt und wurde Teil eines Kasernenareals. Erst ab 1957 durften auch ausnahmsweise wieder Segelsportveranstaltungen durchgeführt werden. Der Hofer Luftsportverein, aus dem später der jetzige Aeroclub Hof hervorging, suchte sich daher ein anderes Gelände, so daß er 1963 einen Sportflugplatz bei Köditz bekam. Andererseits mußte auch ein anderes Gelände für den zivilen Linienflugverkehr gefunden werden, wofür sich die Stadt Hof ab 1961 einsetze. Nach Prüfung verschiedener Standorte entschied man das Flugfeld bei Pirk vor den Toren der Stadt anzulegen. Der neue Flugplatz sollte nicht nur den Bedürfnissen der Sportfliegerei genügen, sondern auch für Geschäftsreisen den Anschluß an das internationale Luftverkehrsnetz bieten. Wegen der Nähe der Grenze zur damaligen DDR gestalteten sich die Genehmigungsverhandlungen schwierig und zeitaufwendig, so daß erst 1969 nach zweijähriger Bauzeit der Flugplatz mit einem Großflugtag eingeweiht werden konnte. 1972 wurde der Linienflugverkehr Hof-Bayreuth-Frankfurt aufgenommen, Hof hatte sich in Konkurrenz zu anderen Städten der Region Nordostbayern als Standort eines Verkehrsflughafens durchgesetzt.

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