Geschichte des Hofer Stadtwappens

Von "Wilden Männern" und wehrhaften Mauern

Wappen der Stadt Hof
Heraldische Wappenbeschreibung seit dem
10. Juni 1960:

In Rot zwei silberne Zinnentürme mit Spitzdächern; ihnen unten aufgelegt ein gelehnter schwarzer Schild, darin ein rot gekrönter und rot bewehrter goldener Löwe. Dabei sind die Wehrtürme Symbol der befestigten Stadt. Der Löwenschild ist das Wappen der Vögte von Weida, der Stadtherren vor 1373.

Soweit zur Erläuterung des geltenden Stadtwappens. Damit hat das seit 1960 verwendetete Wappen im Prinzip große Ähnlichkeit mit dem ältesten überlieferten Wappen, das genauso zwei Türme und einen gelehnten Löwenschild trägt. Allerdings lautete die Umschrift des im späten 13. Jahrhunderts entstandenen Wappens noch nicht "Stadt Hof", sondern lateinisch "CIVITATIS D(E) CURIA". Die beiden Buchstaben A und N neben den Türmen sind als Hinweis auf die Alt ("Antiqua") und Neustadt ("Nova" civitas) zu deuten.
Im Lauf der Zeit hat sich dieses Wappen verändert: So kamen ab dem großen Stadtsiegel von 1561 zwei nackte "wilde Männer" und ein Boden als schmückendes Beiwerk hinzu. Erstmals in einer farbigen Abbildung von 1581 erscheint über dem Oberrand des nunmehr senkrecht stehenden Schildes ein rot gewandeter Engel, die Türme erhielten blaue "Welsche Hauben". Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war es in Mode gekommen, solche Engel besonders für bürgerliche Wappen als Schildhalter darzustellen. Die beiden "wilden Männer" hielten je nach Darstellung zuerst Keulen, dann entwurzelte oder im Boden verwachsene Bäume in ihren Händen, die Farbgebung des Engels schwankte.
Einige Abbildungen und Siegel wiesen jedoch bis 1840 eine andere Form auf. In einem mit einer Mauerkrone versehenem Schild zwei Türme, die durch einen Dreiecksgiebel verbunden sind, dazwischen der von einem Engel gehaltene Löwenschild. König Ludwig genehmigte am 9. Mai 1840 die Rückkehr zur älteren Darstellung mit folgendem Text: "Zwischen zwei von welschen Hauben bekrönten roten Türmen ein schwarzer Schild, darin ein ungekrönter aufspringender goldener Löwe. Der Schild wird von einem silbernen Engel mit goldenen Flügeln gehalten. An den Türmen lehnen zwei wilde Männer mit grünem Lendenschurz und grüner Laubkrone auf dem Haupt, je einen Baum in der Hand haltend. Sämtliche Bestandteile stehen auf einer begrünten Platte, unter welcher ein goldenes Band den Namen Hof zeigt."

Man kann sich gut vorstellen, daß dieses Wappen in seiner Größe für die Verwendung auf Siegeln denkbar ungeeignet war. Änderungsvorschläge wurden 1929, 1932 und 1950 gemacht. Mit Einführung der Stadtfahne in den Farben gelb und schwarz 1954 wurde auch die Berichtigung des Stadtwappens angestrebt. Man knüpfte dabei an die ältesten Vorlagen an: Die Türme wurden gemäß der ehemaligen Bauweise im Elbe- und Saalegebiet in Quaderbauweise mit Steinhelmen dargestellt, die wilden Männer und der Engel als spätere Zutaten fielen wieder weg. Gleichzeitig erhielt das Wappen auch die heraldisch richtige Einbettung in einen Wappenschild.

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