Hofer Bier
![]() Fast so schön anzusehen wie eine frische Maß Bier sind die blitzenden Kessel im Sudhaus. Bier zu brauen ist eine Kunst -es trinken ein Genuss. |
| Man kann annehmen, dass die Hofer schon immer ihr Bier gebraut haben; mit der Verleihung der Stadtprivilegien ab 1319 auch auf einer rechtlichen Grundlage. Bierbrauen ist eine Kunst. Das ist eine Binsenweisheit mit dem Hintergrund, dass ohne Zunftregeln des Handwerks zunächst quasi in Heimarbeit gebraut wurde und sich erst im Laufe der Zeit Spezialisten herausgebildet haben. Die Stadtgeschichte ist reich an Überlieferungen zum Thema. Den Chronisten ist berichtenswert, dass man im 16.Jahrhundert in Kulmbach lieber das Hofer Bier trank oder dass es wegen überhöhter Preise zu einer Demonstration gekommen war und der Preis durch den Rat festgesetzt werden musste. Auch von frühen Reglements zur Qualitätssicherung ist die Rede. |
Heute gibt es in Hof drei Braustätte, die zum Teil auf Kommunbraurechte zurückgehen. Die produzierten Mengen des köstlichen Gestensaftes sind nicht vergleichbar mit denen der "Fernsehbiere" aus industrieller Großproduktion. Sie haben aber ihren eigenen Charakter und man kennt die Besitzer und Braumeister in Hof. Sie stehen für die hervorragende Qualität ein. So kann Hof, im Nordosten der an Brauereien reichsten Gegend der Welt gelegen, stolz sein auf Tradition und Gegenwart. Das Hofer Bier gibt allen Grund dafür.
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Der Hofer Schlappentag wird am Montag nach Trinitatis gefeiert - seit 1432, als nach einem Hussiteneinfall zwei Jahre davor die Hofer Handwerker sich bewaffnen mussten. Aus dem letztmöglichen Tag der Schießübungen, zu denen manche Meister und Gesellen aus der Werkstatt in ihren Pantoffeln - eben den Schlappen - kamen, wurde im Laufe der Zeit der Hofer Nationalfeiertag.
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