Johann Christian Reinhart Cabinett in Hof
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Neben der Neuen Pinakothek in München dürfte das am 15. Januar 2008,
eröffnete Johann Christian Reinhart Cabinett in Hof die meisten Arbeiten des zu
den „Deutschrömern“ zählenden Malers ständig zeigen. In den neuen
Ausstellungsräumen werden die Bilder aus der Sammlung der Stadt Hof präsentiert,
für die es bisher keine Möglichkeit der dauerhaften Ausstellung gab. Der
Initiativkreis „museum-aktiv“ war Impulsgeber und hat zusammen mit der Hofer
Hospitalstiftung die Voraussetzungen geschaffen, um im historischen Umfeld rund
60 Werke ständig zeigen zu können. Sonderausstellungen und ein Wechsel des
Gezeigten sind geplant.
Bei den nun zu sehenden Arbeiten handelt es sich vornehmlich um Radierungen in verschiedenen Formaten, die hauptsächlich in seiner Zeit in Rom entstanden sind. Ein Schwerpunkt wurde mit rund 30 Blättern auf Reinharts Tierdarstellungen und auf solche Landschaftsbilder gelegt, in denen Tiere eine Rolle spielen.
| Sonderausstellung zum 250. Geburtstag |
Anlässlich des 250. Geburtstags von Johann Christian Reinhart am 24.1.2011 gab es im Reinhart Cabinett eine Sonderausstellung mit Originalbildern. Die Arbeiten stammten dabei aus der städtischen Kunstsammlung, aus der Vießmann-Sammlung und aus Privatbesitz.
Einen
Film zur Eröffnungsfeier am 24.1.2011 im Museum Bayerisches Vogtland gibt es hier zu sehen.
Johann Christian Reinhart kam 1761 in Hof an der Saale zur Welt. Nach seiner
Schulzeit erhielt er seine künstlerische Ausbildung in Leipzig und Dresden. Als
Freund Friedrich Schillers stand er in seinen Jugendjahren dem Sturm und Drang
nahe, obwohl er ab 1786 am Hofe Georgs I. von Sachsen-Meiningen wirkte. 1789
ging Reinhart nach Rom und blieb bis zu seinem Tod 1847 in der Ewigen Stadt. Er
entwickelte sich zu einem der angesehensten Künstler der deutschen Kolonie und
wurde Mitglied der Akademien in Berlin und München. Ludwig I. ernannte ihn 1839
zum Königlich bayerischen Hofmaler. Reinharts Thema war die Landschaft, die er
in den Medien Zeichnung, Radierung und Malerei gestaltete. Dabei nutzte er
verschiedene Ausprägungen der Landschaftskunst, um seine künstlerischen
Vorstellungen auszudrücken.
In seinem Werk finden sich Idyllen in der
Nachfolge Salomon Gessners, Landschaften, die eine Auseinandersetzung mit der
niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts belegen, Ansichten nach der Natur
und unterschiedliche Typen idealer Landschaftskompositionen. Zusammen mit seinem
Freund Joseph Anton Koch entwickelte Reinhart eine Landschaftsform neu, die als
heroische Ideallandschaft bezeichnet wird. Darunter versteht die Kunsttheorie
raue und abweisende Landschaften, in denen sich nur ein starkes
Menschengeschlecht behaupten kann. Mit diesen Landschaftsbildern erweist sich
Reinhart als ein Hauptvertreter des internationalen Klassizismus in
Rom.
Die Bandbreite seiner Landschaftsformen im Zusammenspiel mit seiner
überragenden künstlerischen Qualität macht Reinhart zu einem der wichtigsten
Landschaftskünstler der Zeit um 1800.

Johann Christian Reinhart Cabinett
im Museum Bayerische
Vogtland
Unteres Tor 7 (gegenüber dem Museumseingang)
95028
Hof
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr
Tickets sind an der Museumskasse erhältlich.
Eintrittspreise (Museum Bayerisches Vogtland und Reinhart
Cabinett):
- Erwachsene 2,50 €
- Erwachsene in Gruppen ab 10 Personen 1,25 €
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, Schüler, Auszubildende,
Studierende, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Schwerbehinderte Eintritt frei
Für Leiter und Fahrer von Reisegruppen, Führer sonstiger Gruppen und Begleitlehrer von Schulklassen mit jeweils mindestens 10 Teilnehmern ist der Eintritt frei.
Führungen für Erwachsene und Kinder sind nach Vereinbarung möglich.
Kontaktadresse:
KulturKreis
Hof e.V., c/o Reinhart Cabinett
Unteres Tor 7
95028 Hof
0
92 81 / 140 27 11
0
92 81 / 140 27 12
www.kulturkreis-hof.de
info@kulturkreis-hof.de



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