Wirth-Denkmal
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Die Stadt Hof setzte mit Unterstützung der Hermann und Bertl Müller Stiftung ihrem Sohn, dem großen Freiheitskämpfer und liberalen Vordenker Johann Georg August Wirth, an seinem 150. Todestag am 26.07.1998 ein Denkmal in der Innenstadt auf dem nach ihm benannten Dr.-Wirth-Platz.
Nicht den Mann hat der Bildhauer Prof. Andreas Theurer mit seiner begehbaren Skulptur in den Mittelpunkt gestellt, sondern sein Wirken. Das in leichter Wellenform durch Pflasterung dargestellte Zeitungsblatt mit den Maßen von 14 x 11 Metern erinnert an die „Deutsche Tribüne“, die Wirth herausgegeben hat.
Auszug aus den Erläuterungen von Prof. Theurer
zur Entwurfsidee:
Ein Denkmal für Dr. Wirth
sollte mehr leisten als Gedanken und Erinnern. Ich habe versucht, nicht die Person, sondern deren Ziele ins Blickfeld zu rücken um zur aktuellen Auseinandersetzung anzuregen.
Eine Tribüne
Die Zeitschrift "Deutsche Tribüne" war Dr. Wirths politisches Medium, mit dem er sich dem Volke zuwandre, Reformen forderte und für Pressefreiheit eintrat. In meinem Entwurf wird die Zeitung zur Tribüne. Sie ist flach über den Karolinenplatz ausgebreitet. Die Tribüne ist kein exponierter Standort, sondern eine allseits begehbare Bodenplastik. Sie versucht, den gesamten Platz mit seinen Häusern, Straßen und seinen Menschen in die Gestaltung einzubeziehen und definiert so den urbanen, städtischen Raum als Wirkungsstätte Johann Georg August Wirths.
Eine Zeitung
eine Bühne
eine Erhebung von Unten
Sie gleicht einem Flugblatt
einer schwebenden Kraft
eine Fahne ohne Farben
Schwarz auf weiß
für die Kraft des Wortes
für den freien Gedanken.
Weitere Informationen zu Prof. Theurer unter http://www.andreas-theurer.com/
Redebeiträge von der Eröffnungsfeier

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