Schlappenschießen
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Am Sonntag vor dem Schlappentag müssen Personen des öffentlichen Lebens, des Handwerks und der Schützen ihre Schießküste beweisen. Dem "Schlappenschießen" liegt die Schießordnung des alten Handwerkerschießens zu Grunde und es findet an authentischer Stätte - wie schon seit mehreren hundert Jahren zuvor - im Schießgraben am Schießhäuschen statt. Die Teilnehmer finden sich dort an Trinitatis morgens ein.
In alter Zeit wurde der Sieger mit Steuerfreiheit durch den Hofer Magistrat belohnt. Aber auch in der Gegenwart zeigt sich die Stadt Hof großzügig und zeichnet die drei besten Schützen mit einem Privileg aus, welches nicht käuflich zu erwerben ist: Die erfolgreichsten Schützen dürfen innerhalb des Stadtgebietes auf öffentlichen Parkplätzen 1 bzw. 1/2 Jahr kostenlos parken.
Als äußeres Zeichen wird der Schlappenkönig mit einer silbernen Kette gewürdigt, welche die Embleme der Handwerksinnungen und der zehn Hofer Schützenvereine trägt. Dem Schlappenkönig wird nicht nur die Ehre für seine herausragende Schießleistung zuteil, er ist zugleich Aushängeschild für historisches Brauchtum in der Stadt Hof.
Die Schlappenkönige der letzten Jahre waren:
| 2011 | Kurt Rußler |
| 2010 | Peter Seumel |
| 2009 | Peter Leupold |
| 2008 | Georg Meier |
| 2007 | Iris Schmidt |
| 2006 | Frank Heidenreich |
| 2005 | Markus Streckenbach |
| 2004 | Alexander Weiß |
| 2003 | Manfred Richter |
| 2002 | Jürgen Schmittgall |
| 2001 | Dieter Opel |
| 2000 | Wolfgang Leupold |
| 1999 | Peter Leupold |
| 1998 | Dieter Gelbrich |
Teilnehmer sind Personen des öffentlichen Lebens, des Handwerks und der Schützen. Sie werden nach altem Brauch vor dem Schlappentag öffentlich zur Teilnahme eingeladen. Sollte ein geladener Teilnehmer zum Wettbewerb nicht antreten, wird ein "Bußgeld" erhoben. Angeknüpft an das alte Verfahren des Handwerkerschießens kann sich jedoch ein aufgeforderter Mitstreiter, der nicht teilnehmen möchte, einen für ihn anonymen Schützen "kaufen".
Damit alle mehr oder weniger talentierten Teilnehmer gleiche Chancen haben, wird mit alten Zimmerstutzen sitzend aufgelegt geschossen und jeder Schütze kann mit drei Schuss mitten ins Schwarze treffen. Trotz allem Wettkampfeifer kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz - bei Musik und Brotzeit ergeben sich viele interessante Gespräche.


