Umgestaltung Hospitalkirchhof

Neues Umfeld für eine alteingesessene Kirche

Nach der Hofer Mutterkirche St. Lorenz ist die Hospitalkirche die zweitälteste Kirche Hofs.

Ihre Ursprünge reichen in das ausgehende 13. Jahrhundert zurück, in dem das "Hospital", ein Alten- und Armenhaus für Hofer Bürger am Unteren Tor außerhalb der Stadtmauern Hofs gebaut wurde (1268). Vom Hospital aus gab es einen eigenen Zugang in die für seine Bewohner errichtete Kirche: die Hospitalkirche.

Der dazugehörige Vorplatz, der Hospitalkirchhof, stellte vor der Umgestaltung einen unstrukturierten, unattraktiven, nur wenig einsehbaren Platz dar, der seiner Funktion als Kirchplatz nicht gerecht wurde.

Die notwendigen Nutzungsansprüche wurden nicht erfüllt und die Kirche im städtischen Gefüge nur unzureichend markiert. Weder war ein barriere- bzw. seniorenfreundlicher Zugang zur Kirche vorhanden, noch eine adäquate Möblierung und Ausleuchtung des Platzes. Der Platz war insgesamt in einem schlechten baulichen Zustand (Bodenbeläge, Möblierung, Beleuchtung, Bepflanzung).

Der eher unscheinbare Hospitalkirchhof sollte entsprechend den Vorgaben des Sanierungsvertrages zum Sanierungsgebiet III, den Grundlagen aus dem „Rahmenplan Kernstadt“ sowie den Vorgaben des Gestaltungsleitfadens wesentlich aufgewertet werden. Notwendig war es, den Hospitalkirchhof seinen Funktionen entsprechend als Kirchenvorplatz zu strukturieren und an das gesamtstädtische Gefüge des „Hofer Rückgrates“ anzubinden“.

Insgesamt sollte die Platzgestaltung in einer für die Innenstadt funktionalen, einheitlichen „Gestaltung aus einem Guss“ mit hochwertigen und langlebigen Materialien ausgebildet werden. Hierfür wurden die öffentlichen Möblierungselemente, wie z.B. Sitzgelegenheiten, Papierkörbe, Leuchten, Fahrradparker sowie die zu verwendenden Materialien für die Platzgestaltung (Bodenbelag, Baumscheiben, etc.) auf die Vorgaben des Gestaltungsleitfadens abgestimmt.

Das Projekt wurde als Gemeinschaftsprojekt zwischen der Hospitalstiftung Hof und der Stadt Hof angelegt; zusammen mit der Hospitalstiftung als Eigentümer des Platzes, der Kirchgemeinde als Nutzer und der Stadt Hof wurde durch eine Landschaftsarchitektin ein Konzept erarbeitet, welches die verschiedenen Nutzungswünsche für den Platz konkretisiert.

Im September 2015 fand die Einweihung des neu gestalteten Platzes der Hospitalkirche im Beisein der Vertreter der beteiligten Bereiche statt.

Der Hospitalkirchhof dient nun als Treff- und Verweilpunkt in der Vorstadt sowie als Verbindung zwischen der Kernstadt und der Vorstadt.

Das Kirchenportal der Hospitalkirche wird durch die Gestaltung des Vorplatzes offener präsentiert; die klare Abtrennung des Platzes von den Parkflächen bewirkt eine verbesserte Aufenthaltsqualität für die Gemeindemitglieder der Hospitalkirche, die Anwohner der Seniorenwohnanlage und für die Besucher des Museums Bayerisches Vogtland.

Höhere Sitzgelegenheiten, ein ebener Zugang zu Platz und Kircheneingang, Blindenpflaster sowie Blindenschrift an den Informationsstelen machen den Hospitalkirchhof im Gesamten barrierefrei und sehbehinderten gerecht. Insgesamt ermöglicht die offene Anordnung des Stadtmobiliars sowie der Bepflanzungen ein sicheres Raumgefühl: dunkle Ecken sind beseitigt und neue Beleuchtung ermöglicht zusätzlich in den Abendstunden die Nutzung des Platzes.

Es ist ein attraktiver Anziehungspunkt in der nördlichen Kernstadt entstanden, der auch zur Belebung der unteren Ludwigstraße in Hof beiträgt.

Kontakt

Fachbereich Stadtplanung
Frau Mühlbauer
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