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Anschrift für Ihre Bewerbung:

Fachbereich Zentrale Steuerung, Personal und Organisation
Klosterstraße 3
95028 Hof

personal@stadt-hof.de

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Berufsbild

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten im technischen Umweltschutz. Hierfür sind fun­dierte naturwissenschaftliche Kenntnisse, u. a. in Chemie und Physik und daneben handwerkliches Können gefragt. Der Anteil an Schmutzarbeit wird auch in diesem Beruf immer geringer werden, da gerade bei großen Anlagen häufig von sogenannten Leitständen aus gearbeitet wird und die Tätigkeit im Wesentlichen aus Überwachungs- und Steuerungsaufgaben besteht.

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten häufig im Freien und sind dort der Witterung ausgesetzt, z. B. auf der Mülldeponie. Ihr Arbeitsplatz ist aber auch das Labor, wo sie Analysen und Tests durchführen. Um ihre Arbeit entsprechend den geltenden Gesetzen überprüfen und kontrollieren zu können, dokumentieren sie ihre Arbeitsergebnisse laufend. Sie sind im Schichtbetrieb, auch an Wochenenden, tätig und haben zudem oft Rufbereitschaft, um Störfälle in den Anlagen sofort behe­ben zu können.

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten z. B. in Müllsortierbetrieben. Sie nehmen zu­nächst die Abfälle an und untersuchen sie. Mit einfachen Labortests oder auch schon durch Augen­schein entscheiden sie, ob es sich um wieder verwertbare Stoffe handelt. Sie deponieren das nicht mehr verwertbare Material sachgerecht nach unterschiedlichen Abfallarten getrennt, bzw. veranlassen den Transport zur Deponie. Bei Gefahrstoffen z. B. beachten sie besondere Vorschriften. Sie erledi­gen alle anfallenden Kennzeichnungs- und Dokumentationsarbeiten. Wieder verwertbare Stoffe wer­den der entsprechenden Verarbeitung zugeführt, z. B. den Verwertungsbetrieben für Altglas, Altpapier usw. verkauft. Gartenabfälle können kompostiert werden, Hausmüll landet in der so genannten ther­mischen Verwertung. Recycling nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Hier beraten die Fach­kräfte auch die Kunden z. B. auf dem Recyclinghof beim Sortieren.

Weitere Informationen können Sie beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) oder unter http://www.bzu.de/ erhalten

 



Tätigkeit

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft nehmen Abfälle entgegen und disponieren. Sie steuern technische Anlagen in Müllverbrennungsanlagen und Anlagen zur Mülltrennung und betreuen Anlagen zur Kompostierung und Vergärung. Sie analysieren und prüfen die Verwertbarkeit der Abfälle. Sie dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse und stellen entsprechend den gesetzlichen Vorschriften Nachweise über die Entsorgung der Abfallstoffe aus.


Arbeitszeit

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten zu den betriebsüblichen Arbeitszeiten, auch im Schichtbetrieb. Da in den Betrieben regelmäßig Kontrollen durchgeführt werden müssen und im Falle von Störungen jederzeit Abhilfe geschaffen werden muss, sind neben Wochenenddiensten auch Bereitschaftsdienste üblich.


Arbeitsumfeld und Arbeitsteam

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten zum Teil im Freien, z. B. auf der Deponie und sind hier der Witterung und zum Teil Gerüchen ausgesetzt. Sie tragen Schutzkleidung, teilweise auch Atemschutzgeräte.

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten mit Berufskolleginnen und -kollegen sowie mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Lieferbetrieben zusammen. Sie haben Kontakte zu Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Behörden, z. B. im Wasserwirtschaftsamt, Umweltamt, Tiefbauamt und in Kommunalverwaltungen, zu Abfallberatern und Abfallberaterinnen sowie direkten Kontakt zu privaten und gewerblichen Anlieferern sowie zu Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Recyclingfirmen.



Arbeitsmaterial

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft arbeiten mit Müll. Sie überwachen und steuern Maschi­nen und Anlagen, z. B. zur Müllverbrennung, -sortierung bzw. -trennung. Im Labor führen sie mit Messgeräten, Mikroskopen, Thermometern, Analysewaagen usw. einfache Tests durch. Nach gesetz­lichen Vorschriften fertigen sie Berichte und Protokolle über ihre Arbeit an. Sie verwenden dazu Form­blätter und andere Büromaterialien sowie Computer.



Ausbildung und Einsatzort

Die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft dauert 3 Jahre. Sie ist eine duale Aus­bildung mit den Lernorten Betrieb und Berufsschule und ist dem Berufsfeld Chemie, Physik und Biolo­gie zugeordnet und hat drei Schwerpunkte:

  •  Logistik, Sammlung und Vertrieb
  •  Abfallverwertung und -behandlung
  •  Abfallbeseitigung und -behandlung

    Sie sind sowohl in Anlagen als auch in Freigeländen, z. B. der Deponie oder im Labor tätig. Während der betrieblichen Ausbildung im Baubetriebshof der Stadt Hof finden auch Praktikas z. B. beim Abfallzweckverband statt.

    Die zuständige Berufsschule befindet sich in Lauingen an der Donau (Internatsunterbringung). Die zuständige Stelle für diesen Ausbildungsberuf ist die Bayerische Verwaltungsschule in München. Der Ausbildungsinhalt ergibt sich aus dem Ausbildungsrahmenplan.

    Ausbilder:
    Herr Markstein, Baubetriebshof, Tel. 09281 815-1734



  • Voraussetzungen

    Für die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ist keine bestimmte Schulbildung als Zugangsvoraussetzung vorgeschrieben, die Stadt Hof legt jedoch Wert darauf, dass die Auszubildenden mindestens einen qualifizierten Hauptschulabschluss vorweisen können. Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sind von Vorteil.

    Weitere Informationen zur Eignung in den umwelttechnischen Berufen finden Sie bei der Bayerischen Verwaltungsschule als zuständige Stelle.

     



    Bewerbung

    Bis zum Ende der in der Stellenausschreibung genannten Bewerbungsfrist können Sie Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen an nebenstehende Adresse senden.

    Hier finden Sie allgemeine Hinweise für Ihre Bewerbung.



    Karriere

    Fortbildung, Weiterentwicklung:
    Da gerade im Bereich Umweltschutztechnik immer neue Methoden entwickelt werden, halten sich Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft über neue Prüf- und Kontrollverfahren auf dem Laufen­den. Dabei bieten sich Seminare zu den einzelnen Prüfverfahren ebenso an wie Lehrgänge zur In­standsetzung und Handhabung der Anlagen und Maschinen, Arbeitssicherheit/-schutz, Umweltbera­tung, Luftreinhaltung oder Elektrotechnik.

    Besonders erfahrene Fachkräfte können als Schichtleiter/in oder Gruppenleiter/in in einer Vorarbeiter­position tätig werden. Besonders in kleineren Betrieben können sie auch als Betriebsleiter/innen ar­beiten. Nach dem Ablegen der Ausbildereignungsprüfung können sie auch als Ausbilder/innen tätig werden.

    Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis kommen unter anderem folgende Weiterbil­dungsmöglichkeiten in Frage:

    •  Geprüfte/r Stadtreinigungsmeister/in
    •  Umweltschutztechniker/in
    •  Techniker/in in der Fachrichtung Abfalltechnik/Recycling

    Mit der erforderlichen Hochschulzugangsberechtigung bieten sich unter anderem folgende Studien­gänge an:

    •  Technischer Umweltschutz
    •  Umweltingenieurwesen
    •  Verfahrenstechnik
    •  Versorgungs- und Umwelttechnik
    •  Maschinenbau