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Kabarettwochen 2011/2012

 Ingo Appelt

Freiheitshalle Hof:
Generalsanierung mit Erweiterungsbau

Ein städtisches Großprojekt: Neueröffnung im September 2012 [ mehr

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Anschrift für Ihre Bewerbung:

Fachbereich Zentrale Steuerung, Personal und Organisation
Klosterstraße 3
95028 Hof

personal@stadt-hof.de

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Berufsbild

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik warten Kraftfahrzeuge, setzen diese instand und rüsten sie bei Bedarf mit Aufbauten, Anhängern, Zusatzsystemen und Sonderausstattungen aus. Darüber hinaus prüfen und diagnostizieren sie die fahrzeugspezifischen Systeme.

Modernste Technik hat auch bei Nutzfahrzeugen längst Einzug gehalten. So spielt Elektronik bei modernen Zug­maschinen, Sattelschleppern, Baustellen- und Straßenreinigungsfahrzeugen oder Feuerwehrfahrzeugen eine große Rolle. Bei diesen Hightech-Produkten handelt es sich um mechatronische Systeme, die mechanische, elektrische und elektronische Komponenten enthalten. Diese sind miteinander verknüpft und wirken mit Hilfe von Hard- und Softwaresysteme zusammen. Zahlreiche Nutzfahrzeuge sind darüber hinaus auch mit hydraulischen oder pneumatischen Bauteile ausgerüstet, z. B. mit Hebeeinrichtungen oder Pressen.

Steht ein Reparatur- oder Wartungsauftrag an, legen sich die Kraftfahrzeugmechatroniker/innen als Erstes die erforderlichen technischen Unterlagen zurecht oder rufen Herstellerinformationen aus dem Internet ab. Hier sind gelegentlich auch Englischkenntnisse gefragt. Anschließend wählen sie die passenden Werkzeuge, Ersatz- und Zubehörteile aus. Beim Planen ihrer Arbeit berücksichtigen sie auch Richtzeiten für bestimmte Wartungstätigkei­ten, etwaige Vorgaben des betrieblichen Qualitätsmanagementsystems und andere Regelsysteme oder Gesetze, wie z. B. Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen. Im Betrieb sind sie meist in Teams eingeteilt, arbeiten jedoch in der Regel an den Fahrzeugen allein und eigenverantwortlich.

Für den Check mechatronischer Fahrzeugkomponenten setzen sie mikroprozessorgesteuerte Test- und Prüfge­räte ein. Nur so kann das moderne Motor- und Antriebsmanagement überprüft werden. Mit ihrer Hilfe und ggf. auch unter Berücksichtigung typischer Störgeräusche grenzen sie Fehler, Defekte und Störungen systematisch ein. Auch das Fahrwerk kann mittels Hightech-Kameras und Leuchtdioden-(LED)-Technik überprüft werden, die Daten der berührungslosen Messung werden direkt an den Computer übertragen, wo die Kraftfahrzeugmechatro­niker/innen diese auswerten. Ob eine Reparatur infrage kommt oder der Austausch des entsprechenden Teils oder Systems erforderlich ist, entscheiden die sie in der Regel selbst. Testergebnisse und Gründe ihrer Entschei­dungen vermerken sie auf Inspektionsarten oder dem Kundenauftrag.

Weitere Informationen können Sie beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), erhalten.



Tätigkeit

  • Sie stellen Fehler oder Störungen an Nutzfahrzeuge bzw. deren Ursachen fest,
  • arbeiten Herstellerunterlagen und Schaltpläne durch,
  • warten und inspizieren Fahrzeugelektrik,
  • rufen bei Bordcomputern Fehlerprotokolle ab, analysieren Fehlercode,
  • beheben und prüfen Störungen am Fahrzeug,
  • prüfen Bauteile und Baugruppen auf Verschleißerscheinungen,
  • wechseln bzw. füllen Motor- und Getriebeöle nach,
  • montieren, demontieren und reparieren Nutzfahrzeuge und deren Systeme, Bauteile und Baugruppen,
  • aktualisieren Systeme und Prüfgeräte.


Arbeitszeit

Die Arbeitszeiten im städtischen Baubetriebshof sind täglich von 6:30 Uhr - 15:45 Uhr. Bei Bedarf wird auch samstags von 6:00 - 12:00 Uhr und in Sonderfällen zum Beispiel im Winterdienst an Sonn- und Feiertagen gearbeitet.


Arbeitsumfeld und Arbeitsteam

Die Kraftfahrzeugmechatroniker/innen sind bei ihrer Arbeit teilweise Lärm ausgesetzt, etwa wenn sie mit Trenn­schleifern Bauteile bearbeiten oder Prüfungen bei laufenden Motoren vornehmen. Zudem liegen Metallstaub oder Motorenabgase in der Luft, und trotz Entlüftungseinrichtungen lassen sich auch Gerüche von Entfettungsmitteln nicht mehr umgehen. Ebensowenig lässt sich beim Warten und Prüfen der Fahrzeuge der Kontakt mit Ölen bzw. Schmierstoffen vermeiden. Wenn sie z. B. größere Ersatzteile aus dem Lager holen, müssen sie zudem manch­mal kräftig zupacken, auch wenn Hebezeuge die Arbeit erleichtern. Gleichzeitig benötigen sie handwerkliches und technisches Geschick, etwa wenn sie Motoren und Getriebe im Stehen, gebückt und teilweise auch über Kopf reparieren. Manche Fahrzeugteile sind zudem nur schwer zugänglich.

Sie warten in Reparaturwerkstätten die Fahrzeugelektrik von Lastwagen, Bussen oder anderen Nutzfahrzeugen. Einzelne Wartungsaufgaben an einem Fahrzeug erledigen sie allein und selbstständig. Wenn es um umfangrei­che oder komplizierte Arbeiten am Fahrzeug geht, arbeiten sie mit Kollegen und Kolleginnen bzw. anderen Fach­kräften aus der Fahrzeugtechnik zusammen.



Arbeitsmaterial

Bei ihrer Arbeit orientieren sich Kraftfahrzeugmechaniker/innen an technischen Unterlagen wie Datenblättern, Schaltpläne und Teilezeichnungen. Sie halten gesetzliche und technische Vorgaben, z. B. hinsichtlich der Haupt­untersuchung, sowie z. B. Wartungspläne ein. In der Werkstatt nutzen sie Hebebühnen, um an schwer zugängli­che Stellen des Fahrzeugs heranzukommen. Für Lkws setzen sie spezielle Lkw-Hebebühnen ein. Außerdem bedienen sie mechanische und computergestützte Hilfsvorrichtungen wie Bremsprüfstände, Motordiagnosestatio­nen oder Einrichtungen für Achsvermessung. Weiterhin arbeiten sie bei der Wartung, Instandhaltung, Aus-, Um- und Nachrüstung von Fahrzeugen mit maschinellen Werkzeugen wie Schleifmaschinen, Schweiß- und Lötgeräten sowie mit Handwerkzeugen wie Schraubenschlüsseln, Bohrern oder Zangen. Im Internet informieren sie sich über Neuerungen im Bereich der Nutzfahrzeugtechnik.



Ausbildung und Einsatzort

Die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in dauert 3,5 Jahre. Sie ist eine duale Ausbildung mit den Lernorten Betrieb und Berufsschule und dem Berufsfeld Metalltechnik zugeordnet. Ausgebildet wird bei der Stadt Hof im Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik (LKW). Sie halten sich vorwiegend in der Reparaturwerkstatt für den eigenen Fuhrpark und teilweise auch im Lager.

Das Berufsprofil des Kraftfahrzeugmechatronikers wurde an die Anforderungen der neuen Systeme angepasst, in denen Mechanik und Elektrik in Wechselwirkung stehen. Die Qualifikationen umfassen Service-, Dienstleistungs- und Diagnosetätigkeiten. Neben fachspezifischen Kenntnissen wie z. B. Bedienen von Fahrzeugen und Syste­men oder Warten, prüfen und einstellen von Fahrzeugen und Systemen werden neue Schwerpunkte wie z. B. Qualitätsmanagement und Umweltschutz in der Ausbildung vermittelt und Anforderungen im sozial-kommunikati­ven Bereich wie z. B. betriebliche und technische Kommunikation oder Kommunikation mit internen und externen Kunden.

Die Abschluss- bzw. Gesellenprüfung erfolgt in einer neuen Struktur, der "Gestreckten Prüfung". Bei dieser Prü­fungsform wird die Leistung der Zwischenprüfung zusammen mit der Abschluss-/ Gesellenprüfung zu einem Ge­samtergebnis zusammengefasst.

Der Berufsschulunterricht findet im 1. und 2. Ausbildungsjahr zur Zeit in Münchberg statt. Ab dem 3. Ausbildungs­jahr wird der Unterricht in Kulmbach abgehalten. Die überbetriebliche Ausbildung erfolgt in Hof.
Für die Ausbildung und Prüfung ist die Handwerkskammer für Oberfranken in Bayreuth die zuständige Stelle. Den Rahmenlehrplan für diesen Ausbildungsberuf finden Sie als Download-Text auf den Internet-Seiten der Kultusministerkonferenz.

Ausbilder:
Herr Burger und Herr Gerber, Baubetriebshof, KFZ-Betrieb/Zentralwerkstatt, Tel. 09281 815-1737



Voraussetzungen

  •  mindestens qualifizierter Hauptschulabschluss
  •  handwerkliches Geschick
  •  technisches Verständnis
  •  rechnerisches Denken
  •  Sorgfalt
  •  Zuverlässigkeit
  •  Verantwortungsbewusstsein

Die aktuellen Ausbildungsstellen werden in der örtlichen Presse, bei der Agentur für Arbeit und auf den Internetseiten der Stadt Hof Ende Oktober, Anfang November für die im folgenden September beginnende Ausbildung veröffentlicht. Aus den Bewerbern und Bewerberinnen wird eine geeignete Auswahl zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch geladen. Es erfolgt keine schriftliche Auswahlprüfung.



Bewerbung

Bis zum Ende der in der Stellenausschreibung genannten Bewerbungsfrist können Sie Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen an nebenstehende Adresse senden.

Hier finden Sie allgemeine Hinweise für Ihre Bewerbung.



Karriere

Fortbildung, Weiterentwicklung:
Die technische Entwicklung und der häufige Wechsel der Kraftfahrzeugtypen stellt Kfz-Mechatroniker/innen vor immer neuen Aufgaben.

Je nach Einsatzgebiet können im beruflichen Alltag Spezialisierung eintreten, z. B. in den Bereichen Karosserie­instandhaltung oder Fahrzeugsysteme. Diese können auch gezielt erworben werden z. B. durch Besuch von Lehrgängen, Kursen oder Seminaren über Elektrotechnik für Metallberufe oder Fahrzeugtechnik.

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis kommen unter anderem folgende Weiterbildungsmöglich­keiten in Frage:

  •  Industriemeister/in der Fachrichtung Metall
  •  Kraftfahrzeugtechnikermeister/in
  •  Techniker/in der Fachrichtung Blechverarbeitungstechnik
  •  Techniker/in der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik
  •  Techniker/in in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  •  Techniker /in für Betriebswirtschaft
  •  Technische/r Fachwirt/in - Kraftfahrzeugtechnik

Mit der erforderlichen Hochschulzugangsberechtigung bieten sich unter anderem folgende Studiengänge an:

  •  Fahrzeugtechnik, Verkehrstechnik
  •  Hydraulik, Fluidik, Pneumatik
  •  Antriebstechnik

Es besteht die Möglichkeit, sich selbständig zu machen, beispielsweise als Inhaber einer Kraftfahrzeug-Repara­turwerkstätte