Saale-Radwanderweg (427 km)

Vom Fichtelgebirge zur Elbe

Die Saale, einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Elbe, entspringt wie Naab, Eger und Main, im Fichtelgebirge. Genau genommen am Nordwesthang des Großen Waldsteins. Nach ungefähr 427 Kilometer langem Lauf ergießt sich der Fluss vor den Toren Magdeburgs bei der kleinen Stadt Barby in die Elbe.
Der Saale-Radwanderweg ist einer der anspruchsvollsten Fluss-Radwege Deutschlands. In seinem Oberlauf ist er durch viele Anstiege gekennzeichnet – vor allem im Bereich der Saaletalsperren, wo ein wassernahes Radeln nicht möglich ist. Ab Saalfeld kann er auch Familien mit Kindern empfohlen werden. 

Der der Saale-Radwanderweg ist auf vielen Abschnitten noch naturnah. Deshalb ist ein Fahrrad mit dicker Bereifung zu empfehlen.

Dauer: mind. 7 Tage, einteilbar

Charakteristik: im ersten Teil anspruchsvoll

Start: (Hof) Zell, Ziel: Barby

Markierung: schwarzer Radler auf blau-weißem Hintergrund

Die Saale entspringt in 707 m Höhe im Fichtelgebirge; da sieht man schon, dass es ohne Steigungen nicht geht. Da sind Einkehrmöglichkeiten willkommen. Die Wirte stecken aber nicht hinter der abwechslungsreichen Streckenführung, jedoch haben sich die Wirtshäuser überall entlang der Route auf die Radtouristen eingestellt.

Das nördliche Bayern ist ja eine Biergegend mit vielen kleineren Brauereien. Alleine in der Stadt Hof, die man etwa 30 Kilometern nach der Quelle erreicht, gibt es drei davon, die alle ihre Spezialitäten anbieten. Und dass man hier auch exzellente Würste macht, verführt den einen oder anderen zu einer zusätzlichen Pause.

Aber keine Angst, es geht nicht nur rauf und runter. Gleich saaleabwärts hinter Hof, im Frankenwald – der grünen Krone Bayerns,  laden interessante kleine Geschichten zum romantischen Dichter Jean Paul auf Informationstafeln zum Innehalten ein. Später genießt man – dann schon auf Thüringer Gebiet – den Blick über die Wasserflächen der großen Saale-Talsperren. Bei Saalfeld dann lässt man die Mittelgebirge hinter sich.

Jetzt wird es bequemer; man kommt in den Abschnitt des Flusses, den das Volkslied „An der Saale hellem Strande“ besingt. Hier stehen sie dann, die „Burgen stolz und kühn“. Man sollte den Anstieg nicht scheuen und zur Saaleck oder Rudelsburg notfalls hochschieben. Der Blick über das Saaletal ist jede Anstrengung werden. Besonders schön sind auch die drei Dornburger Schlösser. Manche Ortsdurchfahrt auf altem Pflaster (Denkmalschutz!) fordert Mensch und Material. Aber die Saale-Radler suchen auch nicht nach den durchasphaltierten Radrennstrecken. Sie genießen lieber die phänomenale Landschaft und den kleinen Fluss, den man immer wieder auf Fähren überquert. Manche sind handbetriebenen und der Fährmann kommt, wenn ihn die Glocke ruft. Orte wie Jena oder Naumburg sind einen ausgedehnteren Aufenthalt wert. Viel gibt es zu entdecken wie den Naumburger Dom, der in keinem Kreuzworträtsel fehlen darf, oder die Erinnerungstafeln an die großen Geister, die in Jena gelebt und gewirkt haben.

Bei Naumburg ist man auch schon mitten im kleinen Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Hier wird ein charakteristischer Wein von engagierten Winzern ausgebaut, der immer mehr Freunde findet. Da kann man auch einmal in die Weingüter reinschauen und probieren. Nur schade, dass man sich auf dem Rad nicht gleich einen kleinen Vorrat der edlen Tropfen mitnehmen kann. Wer mag, ergänzt seine Tour um einen Abstecher entlang des Flüsschens Unstrut.

Schon bald gelangt man nach Halle, der einzigen Großstadt entlang der Strecke. Überall gibt es was zu sehen: in Bad Dürrenberg das große Gradierwerk, in Halle das Salinemuseum, Brücken, Burgen, Sakralbauten ohne Zahl.

Man sieht, dass der Fluss in früheren Jahrhunderten seine Anwohner gut ernährt hat. Das milde Klima, man spricht im Bereich der Unstrutmündung auch von der Toskana des Nordens, hat das seinige dazu getan. Selbst die Schäden aus vierzig Jahren DDR konnten inzwischen zu einem großen Teil behoben werden. Und wo mal etwas nicht perfekt ist, gleichen das die freundlichen Menschen aus, die seit alters her Fremde als Freunde betrachten.

Wenn nach Bernburg die Mündung in die Elbe erreicht wird, hat der Radler eine interessante Kulturlandschaft erfahren, ist durch viele Ortschaften gekommen und hat einige Steigungen bewältigt. Der Saale-Radwanderweg ist etwas für Genießer, die auch eine kleine Mühe nicht scheuen. Er ist durchaus für Familien geeignet, aber die Kinder sollten schon so sicher sein, dass auch kurze Abschnitte auf wenig befahrenen Landstraßen oder Ortsdurchfahrten kein Problem darstellen. Die ohnehin nötige Umsicht wird mit vielen Fragen der Kinder belohnt. Anregungen dafür gibt es reichlich: Burgen und Schiffe, Technik (wie im Wasserkraftmuseum Ziegenrück) und Abenteuer (z.B. in den Saalfelder Feengrotten), Zoologische Gärten in Hof und Halle. Beim Saale-Radwanderweg sollte es nicht aufs Tempo ankommen. Fast wie beim Zusammenwachsen von Ost und West sollte man sich ein wenig Zeit gönnen. Es lohnt sich.

Alle Informationen zum Weg finden Sie hier:

http://www.saale-radweg.de/

Kontakt

Tourist-Information Hof
Ludwigstraße 24
95028 Hof

Telefon   +49 (0)9281 815 7777
Telefax  +49 (0)9281 815 7779
   touristinfo@stadt-hof.de
Icon Internet   www.hof.de

Geführte Radtouren


Mit der Wadenschmiede Fichtelgebirge können auch Anfänger an den MTB-Touren für Jedermann teilnehmen. Sie finden ganzjährig immmer am Freitag statt. Gerne begrüßt auch der ADFC Hof Gäste zu den Feierabendtouren am Mittwoch oder stellt einen kundigen Radführer zur Seite. Auch zu den Wochenendtouren sind alle Gastradler herzlich willkommen – oder Sie lassen sich bei einem geplanten Ausflug in die Region beraten: Fichtelgebirge, Frankenwald, Vogtland oder Böhmen liegen vor unserer Haustür.

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