Anmeldungen jetzt wieder möglich:

Bustouren durch früheres Grenzland locken viele überregionale Gäste – Zeitzeuge erzählt von Vorfällen an deutsch-deutscher Grenze

Auf ungebrochen großes Interesse stößt die von den Partnerstädten Hof und Plauen initiierte und  organisierte Bustour entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Steffi Behncke, die das Projekt bei der Stadtverwaltung in Plauen betreut: „Wir haben allein im laufenden Jahr über 10 solcher Fahrten angeboten und dabei eine Warteliste von fast 200 Interessenten allein aus dem sächsischen Vogtland!“ Bei diesem geschichtlich interessanten Projekt startet ein Reisebus zunächst in Plauen - in Hof steigen dann noch weitere Teilnehmer sowie der Leiter der Tour, Alfred Eiber, zu. Dieser war Mitarbeiter der damaligen Bayerischen Grenzpolizei und kennt viele Vorkommnisse an der innerdeutschen Grenze persönlich aus seinem Berufsleben und gibt diese in spannender Form an die Mitfahrer weiter.

Route über Mödlareuth und Rudolphstein

Die Tour führt zunächst nach Mödlareuth. Die Weiterfahrt geht über den früheren Grenzübergang Töpen-Juchhöh nach Joditz und Untertiefengrün bis Hirschberg. Anschließend fährt der Bus über Tiefengrün und Sachsenvorwerk nach Rudolphstein und über die Saaletalstraße und Eisenbühl bis zum Rennsteigdenkmal in Blankenberg. Die Rückfahrt erfolgt schließlich über Lichtenberg zurück nach Hof bzw. Plauen.

Spannende Fluchtgeschichten

Zeitzeuge Alfred Eiber berichtet während der etwa dreistündigen Fahrt von interessanten  Begebenheiten, die sich einmal an der deutsch-deutschen Grenze der Region Hof zugetragen haben: Über geglückte wie tragische Fluchtfälle, die Jagd auf Spione, den Aufbau der Sicherungsanlagen ebenso wie den spektakulären Fall der Mauer. Aber auch die menschliche Seite kommt nicht zu kurz: Schmunzelnd berichtet Alfred Eiber von seinen jährlichen Aprilscherzen und davon, wie er einen Volkspolizisten kennen gelernt hat, der später sogar ein guter Freund wurde.


Mödlareuth

Zeitreise mit Bildern aus der Vergangenheit

Jürgen Stader von der Stadt Hof weist noch auf eine Besonderheit dieser Busfahrt hin: „Während der Fahrt werden eine Fülle einmaliger Grenzfotos zu den jeweiligen Ortschaften auf den Busmonitoren eingeblendet, so dass die Teilnehmer eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen können.“

Bemerkenswert ist, so Stader, dass manche Interessierte auch eine längere Anreise nicht scheuen: „Wir hatten schon Besucher aus Chemnitz, Bamberg, Nürnberg, Mainz und Stuttgart an Bord, einmal kam sogar ein Student aus Salzburg extra nach Hof, um für seine Masterarbeit über die Deutsche Einheit Informationen durch diese Fahrt zu erhalten.“

Kürzlich saß mit Nero Brandenburg ein früherer RIAS-Moderator aus Berlin im Bus. Sein Resümee: „So spannend kann Geschichtsunterricht sein. Lobenswert, dass die Partnerstädte Hof und Plauen hier zusammenarbeiten und den Bürgern ein attraktives und perfekt organisiertes Angebot unterbreiten.“

Anmeldungen jetzt wieder möglich

Am Samstag, 21.10.2017 besteht noch einmal die Chance, an der Rundfahrt teilzunehmen. Verbindliche Anmeldungen bitte bei der Stadtverwaltung Hof (Tel. 09281/815-1116 bzw. per Mail juergen.stader@stadt-hof.de); der Fahrpreis beträgt 10 € pro Person.

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